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Plop-Schutz und Stern beim WDR

Stellen Sie sich vor, Sie müssen bei einem wichtigen Gespräch husten. Oder Sie haben einen Frosch im Hals. Das kann auch einem Radio-Moderator passieren. Aber er kann sich helfen. Er drückt im Studio die Räusper-Taste. Und schon geht es in ein paar Sekunden mit dem normalen Sprechen weiter.

Das und vieles mehr erfuhren jetzt rund 40 Besucher bei einer Führung durch die Fernseh- und Rundfunkanstalt des WDR an der Stromstraße. Organisiert wurde die Veranstaltung von duesseldorf-aktiv.
Zu Beginn gab es bei einem kurzen Einführungsfilm zahlreiche Fakten. Insgesamt hat der WDR in seinem Düsseldorfer Studio 350 Arbeitsplätze. Natürlich ist alles multimedial. Dazu gehören Internet, Fernsehen und Rundfunk. Das „Gehirn" des Hauses ist der so genannt „Stern". Dort sitzen Mitarbeiter von Fernsehen, Radio, Technik und Archiv sternförmig zusammen. Somit sind alle auf dem gleichen Stand.
Nächste Anlaufstelle bei der Führung war das Studio, aus der die Lokalzeit gesendet wird.

Das Studio ist vollgestopft mit Technik. Besonders auffallend sind die rund 30 Halogen-Scheinwerfer, die jeweils 1000 bis 1500 Watt haben .Auf dem Fußboden seien Klebezettel angebracht, erklärte Florian Putz, der die Besucher sachkundig führte. Damit wüsste der Moderator wo er gerade stehen müsse. Ihren Text können die Moderatoren von einem Teleprompter ablesen. Die Buchstaben sind jeweils vier Zentimeter groß. Allerding gibt es zur eigenen Sicherheit auch noch die klassischen Zettel, auf denen sich die Redakteure im Studio ihre Notizen machen.
Nächste Station war das Studio der „Aktuellen Stunde", in dem immer zwei Moderatoren durch die Nachrichtensendung führen. Abschließend ging der Weg in das Hörfunk-Studio von WDR 5. Dort gibt es drei Mikrofone: für den Moderator, den Co-Moderator und den Gast. Jedes Mikrofon hat einen Plop-Schutz. Die deutsche Sprache sei sehr hart, betonte Florian Putz. Und durch diesen Schutz kommen einige Worte wesentlich weicher in den Äther.
Kommentar eines Besuchers nach Ende des Rundgangs: „Jetzt kann ich mir die Arbeit in den Studios wirklich vorstellen."